Förderung und Unterstützung gibt es im Spitzensport grundsätzlich ausreichend, effektive Nachwuchsförderung gibt es leider nicht. Verbände bieten hier kaum Konzepte zur Verbesserung. Genau diese Tatsache war einer der großen Beweggründe das LMC überhaupt zu gründen und ein effektives Trainings- und Ausbildungssystem zu etablieren. Die Talente können diese umfassende Ausbildung jedoch oft nicht finanzieren. Diese Erkenntnis ist für manche Studenten besonders bitter, da wir uns einem Großereignis mit großen Schritten nähern.

„Diese Erkenntnis ist für manche Studenten besonders bitter, da wir uns einem Großereignis mit großen Schritten nähern.“

KRISTIJAN PEJINOVIC

Tokio 2020 heißt das aktuelle Ziel – wir wollen unseren Talenten die optimalen Voraussetzungen bieten, um sich für die Olympischen Spiele in Tokio 2020 zu qualifizieren und unsere Jungs bei der Eröffnungsfeier am 24. Juli 2020 mit den unterschiedlichsten Nationen ins Stadion einziehen und in der Tōkyō Taiikukan – (Sporthalle Tokio) mit einem Fassungsvermögen von bis zu 10.000 Zuschauern –aufschlagen zu sehen. Das wäre großartig für die Jungs, aber natürlich auch für uns und unser Konzept – nichts würde uns mehr mit Stolz erfüllen.

Von Beginn an engagieren wir uns bereits erfolgreich für die konstruktive und nachhaltige Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Tischtennis-Institutionen, um flächendeckend Strukturen zur Talentförderung zu etablieren. Privatwirtschaftliche Unternehmen – regional, national und international – überzeugen wir, sich für unseren Sport zu engagieren, und unsere Talente zu fördern.

Uns läuft jedoch die Zeit davon, Tokio 2020 ist nicht mehr so weit weg, wie es sich anhört. Wir und unsere Spieler benötigen aus diesem Grund Eure Unterstützung, die Unterstützung der Fans unseres Sports und der Fans eines jeden einzelnen Talents, um die Finanzierung zu sichern.

Aus diesem Grund planen wir eine Crowdfunding-Kampagne – Crowdfunding bietet uns eine effektive und smarte Variante Euch um Hilfe zu bitten – egal ob 10 oder 100 EUR, wir sind dankbar für jede Unterstützung – und durch attraktive Spendenprämien habt ihr sogar auch noch was davon. Unterstützt uns mit einem kleinen Betrag und werdet Teil des Projekts.

Tragt Euch hier ein, wenn Ihr über unsere Aktion auf dem Laufenden gehalten werden wollt:

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„Uns läuft die Zeit davon. Wir und unsere Spieler benötigen aus diesem Grund Eure Unterstützung.“

KRISTIJAN PEJINOVIC

Ihr habt keine Ahnung was Crowdfunding ist? Für alle, die mit Crowdfunding nichts anfangen können, hier eine kurze Beschreibung: Was ist Crowdfunding.

Richtig, WIR sind der Initiator des Projekts, IHR seid die Unterstützer und jetzt benötigen wir nur noch eine Plattform… Wir haben nicht irgendeine Online-Crowdfunding-Plattform gefunden, wir haben die für uns Beste gefunden. Dürfen wir vorstellen:

 


fairplaid ist eine spezielle Plattform für Sportler und Sportvereine, die das Prinzip des Crowdfundings auf die Förderung von deren Projekten übertragen hat. Wir  finden die Idee und die Plattform großartig und möchten sie Euch aus diesem Grund etwas genauer vorstellen.

Wir haben mit Francesca Poschen, Head of Projects, fairplaid, gesprochen.

1. Erklär uns nochmal ganz kurz, was genau macht fairplaid und wie kam die Idee zustande?

fairplaid ist Deutschlands größte Crowdfunding-Plattform für den Sport. Unsere Mission ist es eine neue Säule der Sportförderung mit Crowdfunding zu etablieren, um so jedem Sportverein und Athlet, egal welcher Sportart oder Liga, die Möglichkeit zu geben seine sportlichen Ziele zu verwirklichen und damit die Vielfalt des Sports zu erhalten.
Marthe – die Gründerin von fairplaid – hatte damals im Zuge ihrer Bachelorarbeit und auch aufgrund eigener Erfahrungen aus dem Vereinsleben die finanziellen Herausforderungen gerade im Breiten- und Nischensport erkannt und mit Crowdfunding eine Chance gesehen, da es in anderen Unterhaltungsbranchen, wie z. B. der Musikbranche, schon lange ein bewährtes Mittel ist Projekte zu realisieren. Der Sport hinkt bei innovativen Methoden ja leider häufig hinterher. Und da es damals keine eigene Plattform für den Sport gab, wurde dann fairplaid gegründet.

2. Wie funktioniert das mit den Prämien?

Die Prämien sind Gegenleistungen von den Projektstartern, die sich die Unterstützer aussuchen können. Man kann es wie einen normalen Online-Shop behandeln. Natürlich können die Unterstützer auch reine Spenden – also ohne Gegenleistung – durchführen, doch die Prämien setzen immer einen zusätzlichen Anreiz. Mit einem guten Prämien-Shop kann man also noch mehr Unterstützer überzeugen als bei einer reinen Spendenaktion.

3. Was denkt Ihr bei all den tollen Projekten, die über Euch gestartet und abgewickelt werden, wenn wieder einmal Millionen für einen Fußballertransfer fließen?

Der Fußball spielt finanziell natürlich in einer ganz anderen Liga. Das will ich auch gar nicht schlecht reden. Da haben einfach vor vielen vielen Jahren ein paar Menschen richtige Entscheidungen getroffen, die zu dieser immensen Professionalisierung führten. Klar ist es schade, dass die Kluft zu anderen Sportarten sehr extrem ist. Aber sich nur über den Fußball aufzuregen bringt die anderen Sportarten auch nicht weiter. Man kann sich in vielerlei Hinsicht etwas von der Fußballbranche abgucken. Wir predigen aber auch immer, dass gerade mit Crowdfunding wirklich jeder die Chance hat, seine Projekte zu finanzieren und zu realisieren. Unsere bisher über 600 erfolgreichen Projekte kommen aus über 100 verschiedenen Sportarten! Da sieht man, dass wirklich jeder die gleichen Chancen hat – es zählt einzig und allein das Engagement der Projektstarter. Wer sich selbst nicht bemüht und nur die Hand offen hält, wird nicht viel erreichen.

4. Durch Euch konnten viele großartige Projekte, ob großes oder kleines Budget, umgesetzt werden? Wie fühlt sich das für Euch an?

Wir freuen uns unglaublich über jedes Projekt, welches erfolgreich abgeschlossen wird. Da ist es auch egal, wie hoch die Fundingsumme war. Manchmal freue ich mich sogar mehr über kleine Projekte aus absoluten Nischensportarten als über Großprojekte von bekannten Vereinen, weil man daran eben sieht, dass beim Crowdfunding die Chancengleichheit absolut gegeben ist. Es ist immer schön zu sehen, wie sehr sich die Projektstarter engagieren und alles für ihr Ziel geben. Crowdfunding ist etwas sehr Emotionales; die Projektstarter öffnen sich der Gemeinschaft und bewegen die Menschen an ihrem Erfolg beizutragen. Viele trauen sich das nicht, weil sie Angst vor negativen Rückmeldungen haben. Daher ist es für sie eine umso schönere Erfahrung, wenn sie erst merken, wie stark der Rückhalt der Community doch ist. Die positiven Rückmeldungen, die wir dann von den Projektstartern bekommen, sind für uns das olympische Gold 😉

5. Wie viele der bei Euch gestarteten Projekte erreichen ihr Ziel?

Unsere Erfolgsquote liegt derzeit bei über 80%. Wir suchen häufig den persönlichen Kontakt zu unseren Projektstartern, um sie so gut wie möglich vorzubereiten. Die Projekte, die nicht erfolgreich werden, erreichen meist nicht mehr als 0-10%. Hier gab es meist eine andere Erwartungshaltung, vor allem was die Vorbereitung eines Projekts betrifft. Aufgrund der hohen Erfolgsquote, wenn die Projektstarter unsere Beratung in Anspruch nehmen, empfehle ich sehr, unser kostenloses Angebot, z. B. des Online-Seminars, anzunehmen.

6. Was waren für Euch die 3 spektakulärsten oder verblüffendsten Projekte, die durch Eure Plattform finanziert wurden?

Da drei herauszupicken ist wirklich schwierig. Jedes Projekt erzählt seine eigene einzigartige Story. Wenn man an Superlative denkt, fallen einem natürlich erstmal die größten Projekte ein, z. B. die Hamburg Freezers, die durch eine Fan-Initiative 500.000€ eingesammelt haben. Oder auch der Triathlet Sebastian Mahr, der einfach schon nach 1,5 Tagen sein Projekt mit 8.300€ finanziert hatte – als Einzelathlet!

7. So wie wir, nutzen Eure Plattform nicht nur Sportler und Sportvereine im Breitensport, sondern auch Profi-Sportler. Katharina Förster, 13. bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang im Ski-Freestyle oder Sven Knipphals Profi-Sprinter im deutschen Nationalteam und acht-schnellster Deutscher. Auch wir starten unsere Kampagne im Hinblick auf Tokio 2020. Sind das die Ausnahmen oder zeichnet sich für Euch ein Trend ab, dass immer mehr Profi-Sportler Eure Plattform für sich entdecken?

Wir merken, dass das Thema Crowdfunding in der Sportbranche immer mehr Zuspruch gewinnt und auch Bundesligisten sich für das Thema öffnen. Auch Spitzensportler können und müssen das Zepter in die Hand nehmen und hier neue Wege gehen, um sich im Wettbewerb halten zu können. Der Trend geht auch ganz klar in diese Richtung.

8. Wenn jemand beispielsweise aus Frankreich Finanzierungsbedarf für ein Projekt hat, ist Eure Plattform dann auch geeignet?

Wir hatten schon viele Projekte von außerhalb Deutschlands. Das ist kein Problem, da die Texte auf der Projektseite in der entsprechenden Sprache geschrieben werden können und die Projektseite ja auch in anderen Ländern normal aufgerufen werden kann. Unterstützen kann man wirklich von überall, daher gilt auch nicht die Ausrede, dass man gerade im Urlaub ist.

9. Wie viele Projekte wurden über fairplaid bis jetzt gestartet und wie viel Geld kam dabei insgesamt durch wie viel Unterstützer zusammen?

Wir haben bis heute für über 600 Projekte und ca. 45.000 Unterstützern über 4,1 Mio. € eingesammelt.

10. Verrate uns einen Geheimtipp, mit dem auch unsere Jungs mit ihrer Kampagne erfolgreich sein können? 😉

Seid authentisch und traut Euch auf die Leute zuzugehen! Wer Eure Leidenschaft für den Sport erkennt, der wird Euch auch unterstützen.

 

© Fotos: SportsFlu, fairplaid